Heizung

Brennwerttechnik

Der Brennwertkessel stellt die modernste Heizkesseltechnologie für das Verbrennen von Erdgas bzw. Erdöl dar und kann sowohl zum Heizen als auch zur Brauchwassererwärmung genutzt werden.

Im Unterschied zu konventionellen Heizkesseln verbrauchen diese deutlich weniger Energie und geben erheblich weniger Schadstoffe an die Umwelt ab.
Brennwertkessel haben - verglichen mit modernen, konventionellen Heizkesseln - eine bis zu 10-20% bessere Energieausnutzung.Gegenüber alten Kesseln ist sogar eine Einsparung von 30-50% möglich.
Dieser hohe Wirkungsgrad wird erreicht, da auch die in den Abgasen enthaltene Wärme des Wasserdampfes genutzt wird.

Erdöl und Gas verbrennen überwiegend zu Kohlendioxid und Wasserdampf. Herkömmliche Heizungsanlagen können die Wärme des Wasserdampfes allerdings nicht verwerten.
Brennwertgeräte hingegen kondensieren diesen Wasserdampf und nutzen die dabei frei werdende Wärme zusätzlich. Sie machen sich also trotz ihrer etwas höheren Anschaffungskosten durch die Energiekosteneinsparung schnell bezahlt.

Wärmepumpe

Auch im Winter bei niedrigen Temperaturen enthalten Erdreich und Grundwasser viel Wärme. Wärmepumpen können diese Wärmequellen nutzen, indem sie das Temperaturniveau der entnommenen Wärme anheben und anschließend in Hausheizungen einspeisen.

Funktionsprinzip









Eine Wärmepumpenheizung besteht aus der Wärmequellenanlage, der Wärmepumpe selbst und einem Wärmeverteil- und Speichersystem.
Die Wärmeabgabe erfolgt üblicherweise über eine Niedertemperaturheizung, einem Heizsysteme das im Neubau bereits zum Standard gehört. Diese kann als Fußboden-, Wand- oder Radiatorenheizung ausgeführt werden.
In dem geschlossenen Kreislauf der Wärmepumpe übernimmt ein Kältemittel als Arbeitsmedium die Aufgabe, die Wärme zu übertragen und zu transportieren.
Der eigentliche Umweltwärmegewinn findet im Verdampfer der Wärmepumpe statt.
Hier macht man sich die Eigenschaft des flüssigen Kältemittels zunutze, dass dieses schon bei extrem niedrigen Temperaturen kocht und verdampft und die dabei aufgenommene Energie speichert.
Das Volumen des gasförmig gewordenen Kältemittels wird in dem nachgeschalteten Verdichter verringert. Hierbei steigt der Druck und somit auch die Temperatur des Kältemittels stark an.
Das heiße Kältemittel strömt weiter zum Verflüssiger, einem Wärmetauscher in dem die gewonnene Umweltwärme auf das Heizsystem übertragen wird.
Das durch Abkühlung wieder flüssig gewordene Kältemittel kann nach Druck- und Temperaturabsenkung durch das Expansionsventil erneut Wärme aus der Umwelt aufnehmen, und der Kreislauf beginnt von vorne.

Solartechnik

Jeden Tag scheint die Sonne auf die Erde, spendet Licht und Wärme.
Warum also sollte die kostenlos zur Verfügung stehende Sonnenenergie nicht auch für behagliche Wärme im Wohnzimmer oder für warmes Duschwasser sorgen?
Selbstverständlich lässt sich aus dem Sonnenlicht auch Strom gewinnen.

Eine thermische Solaranlage nutzt die Sonnenenergie zur Trinkwassererwärmung und wahlweise auch zur Heizungsunterstützung.
Die Installation einer Solaranlage ist denkbar einfach. Sie lässt sich im Prinzip in jedes Haus einbauen. Auf dem Dach werden leistungsstarke Kollektoren angebracht. Neben einer Dachintegration und Überdachmontage auf einem Schrägdach ist auch eine Montage auf einem Flachdach möglich.

Die Trinkwassererwärmung ist dabei die naheliegendste Anwendung für Sonnenkollektoranlagen.
Der über das gesamte Jahr konstante Warmwasserbedarf lässt sich gut mit dem solaren Energieangebot kombinieren. Im Sommer kann der Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung nahezu vollständig von der Solaranlage abgedeckt werden.
Dennoch muss die konventionelle Heizung unabhängig von der wetterabhängigen solaren Erwärmung in der Lage sein, den Warmwasserbedarf decken zu können.

Die Sonnenergie lässt sich aber nicht nur zur Trinkwassererwärmung nutzen, sondern auch zur Heizungsunterstützung.
Allerdings kann die Solaranlage nur dann Wärme abgeben, wenn die Rücklauftemperatur der Heizung niedriger ist als die Temperatur des Sonnenkollektors.
Ideal sind deshalb großflächige Heizkörper mit niedrigem Temperaturniveau oder auch Fußbodenheizungen.
Die Deckungsrate einer Anlage zur Heizungsunterstützung liegt je nach Haustyp, Wärmebedarf und Qualität der Heizungsanlage zwischen 15 % und 35 % des jährlichen Wärmebedarf für Trinkwassererwärmung und Heizung.

Pelletheizung

Pflanzen nehmen beim Wachstum Kohlendioxid auf und geben beim Verrotten oder Verbrennen die gleiche Menge Kohlendioxid wieder ab.
Biomassenutzung ist also grundsätzlich Kohlendioxid-neutral - egal, ob es sich um Holz, Stroh, Pflanzenöl, Biodiesel oder Biogas handelt.

Das Verbrennen von Biomasse ist umweltfreundlich - sofern dabei außer Kohlendioxid nur geringe Mengen anderer Luftschadstoffe entstehen. Das erreicht man durch die richtige Feuerungstechnik, zum Beispiel mit einem Primärofen für Holzpellets.

Diese Pellets bestehen aus Waldrestholz, Spänen und anderen unbehandelten Abfallprodukten der Holzindustrie, die unter hohem Druck zusammengepresst werden. Bindemittel ist dabei der holzeigene Stoff Lignin.
Im Ofen werden die Pellets aus dem Vorratsbehälter in den Brennertopf transportiert, durch ein elektrisches Zündelement gezündet und unter kontrollierten Bedingungen verbrannt - alles ganz automatisch.



Hagemeier GmbH
Jägerstraße 39
49808 Lingen (Ems)