Rohrkamera

Die Untersuchung der Abflussleitungen mit einer Rohrkamera (TV-Inspektion) kann man auch als Endeckungsreise in die Unterwelt bezeichnen.
TV-Inspektion ist eine Überprüfungsmaßnahme, die klaren Aufschluss über den optischen Innenzustand von Entwässerungssystemen liefert. Zudem erfolgt eine Überprüfung des Rohrleitungsverlaufs, wenn darüber keine detaillierten Informationen in Form eines Entwässerungsplans vorliegen.
Bau- und Installationsmängel, eingetretene sowie absehbare Schäden und Störungen können durch eine TV-Inspektion i.d.R. sicher diagnostiziert werden.

Beispiele:
  • Abflusshindernisse wie Wurzeleinwuchs, Inkrustationen, Bauschutt, einragende Rohrstutzen und Dichtungen
  • Rohrschäden wie Risse, Brüche, Korrosionen
  • Leitungslageabweichungen wie Muffenversätze, Unterbögen („Wassersäcke“)
Aus diesen Gründen ist eine TV-Inspektion als Instrument der modernen Rohruntersuchung nicht mehr wegzudenken. Eine TV-Inspektion ist eine relativ kostengünstige Überprüfungsmaßnahme, die mögliche Regressansprüche vermeiden kann.

In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass bei Rohrbrüchen ein Versicherungsfall vorliegt.
Das schließt ein, dass die Kosten der TV-Inspektion und dem dazugehörigen Dokumentationsmaterial von der Gebäudeversicherung getragen werden.
Hier gilt grundsätzlich: Keine Dokumentation – keine Versicherungsleistung!Viele Bauherren kennen das Problem: Bei Neubauten und Altbausanierungsmaßnahmen gibt es regelmäßig Probleme mit dem Entwässerungssystem. Es ist sozusagen das vernachlässigte Stiefkind.
Entweder sind Abflussleitungen undicht oder nicht richtig angeschlossen. Aber auch Fremdmaterial kann sich in den Abflussleitungen befinden.

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